Einen Ausschnitt in die Arbeitsplatte für eine Spüle sägen

Einen Ausschnitt in die Arbeitsplatte für eine Spüle sägen

Die Küche wird in den meisten Haushalten täglich genutzt. Dementsprechend obliegen Elemente wie Arbeitsplatte und Spüle einer hohen Beanspruchung. Nach einigen Jahren entsteht aus diesem Grund oftmals der Wunsch, die einzelnen Komponenten aus optischen Gründen oder aufgrund von Verschleiss auszutauschen.

Mit einer Stichsäge einen Ausschnitt in die Arbeitsplatte herstellen- Darauf sollte geachtet werden

Der Ausschnitt in der Arbeitsplatte muss passgenau und sauber angefertigt werden, denn nur dann kann die Spüle einwandfrei in der Arbeitsplatte sitzen. Die Grundvoraussetzung für ein optimales Ergebnis ist zunächst das richtige Abmessen. Jeder Spüle liegt üblicher Weise eine Einbauskizze bei, auf der sich die entsprechenden Maße für den Ausschnitt in der Arbeitsplatte befinden.

Einbauschablonen im Maßstab 1:1 vereinfachen den Prozess, da die Schablone einfach aufgelegt und ausgerichtet werden kann und die Umrisse anschließend angerissen werden können. Hinsichtlich von Einbauskizzen wird sorgfältig abgemessen und mit einem Filzschreiber angerissen. Dabei wird mit der Grundlinie begonnen, die sich vorn befindet und entsprechend des jeweiligen Spülentyps einen Mindestabstand zur Tür-Innenkante aufweist.

Diese Grundlinie dient Basis für die Wand-und Seitenlinien, die, ausgehend von ihr, mit dem rechten Winkel übertragen werden. Besonders wichtig für den späteren Schnitt: Die Außenkante des Spülenausschnittes muss auch nach dem Schnitt sichtbar bleiben. Um später mit der Stichsäge die engen Kurven sägen zu können, empfiehlt es sich, die Wendelöcher mit einem 10 mm oder 12 mm Holzbohrer in alle vier Eckpunkte zu bohren.

Anschließend wird die Schnittlinie so abgeklebt, dass das Klebeband die Schnittlinie von der Außenseite her exakt überdeckt. Die Stichsäge wird nun in einem der Ecklöcher angesetzt und der Innenteil heraus gesägt. Hierbei ist es ratsam, den Ausschnitt abzustützen, sodass er infolge des Eigengewichts nicht vorzeitig herausbrechen kann. Besonders empfehlenswert ist hier der Einsatz einer Stichsäge mit Pendelhub, da so der Vortrieb automatisch erfolgt.

Die Schnittflächen werden jetzt, falls nötig, mit der Holzfeile geglättet, wobei die Schnittkante der Beschichtung auf jeden Fall mit einer Eisenfeile leicht angeschrägt werden sollte, da die Beschichtung ansonsten zu leicht beim Einpassen der Spüle abspringen oder einreißen kann.

Gegen Feuchtigkeit schützt eine Schnittkantenversiegelung mit Siegel-Lack oder Epoxyd-Harz. Grobporige Spanplatten lassen sich sehr gut mit Sanitärsilikon versiegeln. Hierbei wird das Silikon auf die Kanten aufgetragen und mit einem Japanspachtel geglättet.

Sorgfältig arbeiten und exakt abmessen

Soll die Spüle ausgetauscht werden, so kann dies auch in Eigenregie durchgeführt werden. Neben etwas Geduld und Fingerspitzengefühl spielt das richtige Abmessen, sowie das sorgfältige Arbeiten eine ganz wesentliche Rolle. Werden alle genannten Tipps beachtet, steht der neuen Spüle nichts mehr im Weg.